Milchtankstellen weiter Nischenprodukt für Landwirtschaft

Die Warteschlangen an den sogenannten Milchtankstellen sind kürzer geworden. Nach Angaben von Agrarexperten rechnet sich der Verkauf per Automat trotz Stammkunden für so manchen Bauern nicht wirklich, um die Kosten zu decken. Die Milchtankstellen waren vor einigen Jahren fast wie Pilze aus dem Boden geschossen, sagte eine Sprecherin des Bundesverbandes der Milchdirektvermarkter (Dohren/Niedersachsen). Die Verbraucher kaufen ihre Milch dabei an einem speziellen Automaten direkt auf dem Bauernhof, im Hofladen oder beim Lebensmittelhändler.


Allerdings gebe es keine zentrale Übersicht, wie viele dieser Milchtankstellen es derzeit noch gibt. In Hofmolkereien und in Verkaufsräumen von Agrarbetrieben seien diese bei Kunden aber nach wie vor gefragt. Dem Verband gehören nach eigenen Angaben rund 50 Agrarbetriebe in Deutschland an, die sich auf Direktvermarktung von Milch und Milchprodukten spezialisiert haben. Laut Bauernverband werden jährlich pro Kopf rund 84 Kilogramm Milch und Milchprodukte in Deutschland verbraucht.

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