Landwirte beklagen Erntehelfer-Mangel und Mindestlohn

Karlsruhe (dpa/lsw) - Ein Mangel an Erntehelfern und der steigende Mindestlohn bereiten Spargel- und Erdbeerbauern zunehmend Existenzsorgen. «Wenn es so weitergeht, werden wir einen Großteil der Anbauflächen langfristig verlieren», sagte Nicole Spieß vom Landesbauernverband Baden-Württemberg. Der Verband Süddeutscher Spargel- und Erdbeeranbauer (VSSE) erwartet alleine für die Spargelfelder einen Rückgang um bis zu 30 Prozent in den nächsten sechs Jahren. «Ich sehe die Gefahr, dass es bald keine Sonderkulturen mehr gibt», ergänzte Franz Josef Müller vom Landesverband Erwerbsobstbau, der rund 3200 Obstbauern im Südwesten vertritt.

Nach Worten von VSSE-Geschäftsführer Simon Schumacher zeichnet sich für die bevorstehende Saison bereits ab, dass die Saisonarbeiter nur zögerlich zusagen. «Die Rückmeldungen sind verhalten, die Landwirte deshalb nervös», sagte er. Vor allem in Baden-Württemberg werde der Erntehelfer-Mangel und der Kostendruck durch den Mindestlohn zu Flächenrückgang führen.

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